Holländerwindmühle

Die höchste Windmühle am Niederrhein steht in Kalkar. Es handelt sich um eine Holländermühle vom Typ Steingalleriemühle. Ihre Höhe bemißt sich auf 27 m. Der Durchmesser der Flügel beträgt 25 m.

Der untere Teil der Mühle ist aus Stein gebaut. Die Wände sind bis zu 1 m dick. Außerdem ist sie mit einer Gallerie ausgestattet. Der Besucher kann die Mühle einmal umrunden und sich die Flügel aus der Nähe betrachten. Die sind wirklich beeindruckend. Viele spannende Geschichten und Lehrreiches kann man auf den Führungen lernen.

Die Geburt eines Museums erleben

Der archäologische Verein der Gemeinde Gendringen hat in der ehemaligen Polier- und Schleifhalle der Eisengießerei- und Metallfabrik DRU in Ulft eine besondere Ausstellung organisiert.

Das Thema der Ausstellung lautet “Eisen in der Region”. Sie zeigt eindrucksvoll die Entstehung sowie Entwicklung der Eisenindustrie in dieser Region. Neben zahlreichen Dokumenten und Bildern, ist es der Arbeitsgruppe gelungen, um die unterschiedlichsten Exponate zur Schau zu stellen. Als besonderes Highlight darf man den Dokumentarfilm bezeichnen, der über die Arbeit in der DRU-Fabrik berichtet. Leider nur in der niederländischen Sprache, doch die Bilder allein sprechen Bände.

In der Region Oude Ijssel entstanden im 17. Jahrhundert Hochöfen zur Verarbeitung von Eisenerz. Die DRU-Fabrik lieferte seinerzeit hauptsächlich Haushaltsartikel. Heute ist die Fabrik umgesiedelt, die Industriehallen werden als Monumente erhalten.

Es gibt viel zu sehen auf der rund 1000 m² großen Ausstellungsfläche. Ulft liegt ungefähr 14 km von Isselburg entfernt. Die Ausstellung ist ausgeschildert und leicht zu finden. Der Eintritt ist kostenlos und kann jeden Sonntag bis Oktober zwischen 13.00 und 17.00 Uhr besucht werden.

Besuchsadresse: Hutteweg 24, Ulft (Niederlande)
Folgen Sie den Schildern DRU-FABRIK.

Nachfolgend einige Impressionen:

Fotografieren mit Reflektoren. Was bringt es wirklich?

Reflektoren sind einfache und günstige Hilfsmittel, die uns Fotografen das Leben leichter machen. Sie können ein flaches Photo interessanter gestalten.

Im täglichen Leben nehmen wir Objekt dreidimensional wahr. Ob als Abzug oder am Bildschirm betrachtet, sie stellt sich immer zweidimensional dar. Streben Fotografen danach mehr Tiefe ins Bild zu bringen, müssen sie auf dieselben Mittel zurückgreifen die Grafiker nutzen: die Trennung von Tonwerten. Zu Deutsch: mit Hilfe von Licht und Schatten. Glücklicherweise fällt uns das leicht, weil die Natur die Sonne als Lichtquelle bereitstellt. Wir brauchen nicht unbedingt in teure, aufwendige Lichtquellen wie Blitzanlagen zu investieren!

Die Theorie des Reflektors ist schnell erklärt. Den Effekt kann man leider nicht sichtbar machen, weil er immer von eine Lichtquelle abhängt. Sichtbar machen können wir jedoch den Unterschied zwischen der Nutzung mit und ohne Reflektor. Beginnen wir mit einem Photo eines blühenden Kaktus, der nur mit dem vorhandenen Licht aufgenommen wurde.

Das Bild wurde mit einer G11 aufgenommen. Die Kamera habe ich auf ein Stativ montiert und im Makromodus betrieben. Blende war F/8 bei 1/40 sek. und ISO 80. Ausgelöst mit Selbstauslöser, um Verwackler zu vermeiden.
Was sehen wir? Eigentlich ein ganz nettes Abbild des Objekts. Schaut man sich den Kaktus selbst an, so kann man noch Details erkennen.

Das nächste Bild zeigt, was passiert, wenn man einen goldenen Reklektor auf das Objekt richtet.

Die Aufnahmedaten sind identisch mit denen des oberen Bildes.
Die goldene Oberfläche erzeugt mehr Wärme. Die Blüte erstrahlt in einem warmen Ton. Sogar der Kaktus im Hintergrund profitiert noch vom Reflektor. Blumentopf und Kaktus erstrahlen ebenfalls in einer warmen Glut.

Wem die warmen Töne nicht zusagen, kann auch einen weißen Reflektor einsetzen. Der ist farbneutral. Ein silberfarbener Reflektor kann auch reizvoll sein, wie die nächste Aufnahme zeigt.

Das Bild wirkt stellenweise heller. Die Farbtöne werden kühler dargestellt, als wenn wir einen weißen oder goldfarbigen Reflektor nutzen.

Zusammenfassend noch folgende Tipps:

  1. Verschiedene Oberflächenstrukturen verhalten sich in ihrer Reflektion unterschiedlich. Ein weißer Reflektor projiziert neutrales Licht, während ein silberfarbener nicht nur kühleres Licht spiegelt, sondern auch mehr Licht. Gold-farbige Reflektoren projizieren tendenziell wärmeres Licht.
  2. Das reflektierte Licht wird heller, je näher der Reflektor am Objekt steht.
  3. Die Ausrichtung des Reflektors ist entscheidend. Denn richtet man ihn zur Hauptlichtquelle aus, wird das meiste Licht vom Objekt weg geleitet. Deshalb erzielt man den größten Nutzen, wenn man den Reflektor in einem Winkel zwischen dem Objekt und der Hauptlichtquelle aufstellt. Einfach mal ausprobieren.
  4. Ihr müßt keine teuren Reflektoren kaufen. Es gibt in jedem Haushalt Dinge, die sich einsetzen lassen. Hier ein wenig zur Inspiration: weißer Karton, glatte Oberflächen von Pralinenschachteln, Spiegel, ein Blatt Papier – gerne auf farbig, probiert es aus;-).

Kaktusblüte

Ich besitze seit über acht Jahren einen Kaktus, den ich vorigen Winter eigentlich entsorgen wollte.
Das gute Stück macht eigentlich so garnichts, außer dass es Staub fängt.

Ich muss auch gestehen, dass ich nicht gerade mit einem grünen Daumen geboren wurde. Manchmal haben meine Pflanzen schon zu leiden. So habe ich den Kaktus auch geflissentlich links liegen gelassen, kaum gewässert und vergessen. Vor einigen Wochen habe ich dann doch Erbarmen mit ihm gehabt und ihm einen Monsun beschert. Und siehe da: er dankt es mir!

Wer mag, kann auf Flickr das Ergebnis betrachten.

An dieser Stelle gibt es eine kreative Bearbeitung der Blüte.

Die verlorene Fahne

Im Augenblick geschehen eigenartige Dinge um uns herum, denn es ist mal wieder Fußball-WM. Unzählige Autos sind mit Deutschlandfahnen geschmückt. Manchmal scheinen sich diese Dinger jedoch zu verselbstständigen:-)

Eine abgewehte Deutschlandfahne hängt in der Leitplanke an der Autobahn.

Ach ja, die Fahne stammt nicht von dem vorbeifahrendem Fahrzeug.